Nachgedacht, aber wohl nur ich

Momentan zeichnet sich eine sehr schwierige Zeit ab, denn “arbeitstechnisch” ist nicht alles so wie es sein sollte.
Nein es liegt nicht daran das die Arbeit keinen Spaß mehr bereitet hier ist das genaue Gegenteil der Fall und es gäbe noch so viele Ideen welche man umsetzen könnte. Es liegt vielmehr an der Situation in welcher wir uns befinden.
“Unsere” Arbeit soll in das sogenannte Nearshore gehen, was ich hier schon einmal kurz angerissen hatte. Die ersten Kollegen haben das Team schon verlassen und es werden weitere folgen. Es ist ja auch nicht anders zu erwarten, denn bis Ende 2015 sollen alle deutschen Kollegen sich was andere suchen und dann werden die NearShore Leute alles übernommen haben. Sozusagen der letzte macht dann das Licht aus.
So der Plan der schon lange krankt – denn Leute gehen und können nicht ersetzt werden weil sich keine Fachkräfte finden lassen.

Das Team welches sich in laufe der letzten 5-6 Jahre gefunden hatte, war einfach “Gold” Wert. Ansonsten hätte man diese Aufgaben auch nicht so lösen können. Vor allem auch mit immer zu wenig Personal und dennoch hervorragender Qualität.

Nun alles hat mal ein Ende wird man sich sagen.
Aber Schade ist es schon, was hier an Wissen und Innovation vernichtet wird. Es ist als wenn man das Tafelsilber ganz einfach in den Brunnen wirft und einen Deckel darüber deckt., wenn man das mal so bildlich veranschaulichen möchte.

Hier fällt mir ein Zitat von Grünfried ein, welches sich allerdings auf die Natur und die Umgebung bezieht. Doch abgewandelt könnte es so lauten.

Erst wenn der letzte Kollege gegangen ist.
Wenn der letzte Funken an Wissen nicht mehr vorhanden ist.
Alle Ablaufprozesse nicht mehr funktionieren und die Daten nur noch Schrott sind.
Es nur noch kurzfristige behebung von Problemen ohne langfristige Lösungen gibt.

Erst dann werden sie erkennen das Ihre Entscheidung dumm und töricht gewesen ist.