Das Drama mit DHL Express

DHL Express – bei diesem Namen sträuben sich mir schon die Nackenhaare, denn die Erfahrungen welche ich mit diesen Dienstleister gemacht habe, sind nur ein langes Kopfschütteln wert.

Aber zum Punkt.
Nachdem ich bei einem Versender im Internet etwas bestellt hatte und ich dort auch noch Prime Mitglied bin ging mein Paket über den Express Service von DHL auf den Weg. An und für sich ist so etwas auch Problemlos möglich, sofern man dies nicht an die Packstation schicken möchte, denn hier beginnt das ganze eine dramatische Wendung zu nehmen.

Also Bestellung aufgegeben und nach kurzer Zeit hatte ich auch schon meine Versandbestätigung mit Trecking Nummer im eMail Postfach. So weit so gut. Nun ging das “kleine” Paket auf die wundersame Reise im gelben Auto. Diese sollte dann auch am nächsten Tag in einem kleinen Fach des/der gelben Adventskalenders Packstation zu Ende gehen. Doch weit gefehlt, denn laut meiner Nachverfolgung, welche ich um 15:30 angeworfen hatte, lautete es dort nur “fehlgeleitete Sendung”.
Wie konnte das denn sein?
Hatte mein Versender dies auf die falsche Reise geschickt?
Also erst einmal dort angefragt.

Als Auskunft erhielt ich, das man sich des “kleinen” angenommen hatte und bei St. Nikolaus DHL Express sich nach dessen Verbleib erkundigt habe. Hier wurde Ihnen dann mitgeteilt, dass es für das kleine Päckchen kein freies Plätzchen mehr gibt und es nun direkt zu mir nach Hause geliefert wird.
Hier muss ich einwerfen, dass ich den gelben Postschrank nicht umsonst nutze!
Das ich meine Sendung aufgrund von nicht Anwesenheit zu Hause eh nicht persönlich entgegen nehmen kann und Nachbarn die dies annehmen könnten gibt es hier auch nicht, dort herrscht das gleiche Arbeitsproblem.

Desterwegen ist diese Aussage für mich nicht so zufriedenstellend gewesen, weshalb ich mich genötigt sah, selbst bei DHL Express anzurufen. Dort erklärte man mir, dass sie keine Unterkunft in meiner Packstation mehr hatten und das Packet somit wieder mit ins Depot des Zusteller gebracht wurde und man morgen noch mal nach einer Unterkunft schauen würde.
Jedoch könne ich mir das auch an meine Hausanschrift liefern lassen oder auch an eine andere Packstation in der Umgebung.

Das mit der anderen Station hörte sich ja gar nicht so schlecht an, also eine andere Station in der Nähe angegeben und auf den nächsten Tag gewartet. Tja und was soll ich sagen – hier erhielt ich dann auch die Meldung – Packstation voll oder defekt. Arrrrgggh

Wieder angerufen und dann trotzdem einen Termin für die Heimlieferung ausgemacht.
Die sehr unnette Dame am Telefon gab mir hier mehr als deutlich zu verstehen, dass die Packstation überhaupt nicht für DHL Express gedacht ist und sie überhaupt nur ganze 4-5 Fächer pro Station für DHL Express zur Verfügung hätten.
Also von ungefähr 100 Fächer gerade einmal ganze 4-5 Fächer. Wow das ist ein Service und eine Logik! Dies liegt wohl an den Manager Buchhaltern, die eine Station nur als Kostenfaktor ansehen.

Wo ist die gute alte Zeit wo noch Service großgeschrieben wurde
und nicht Geldscheffeln?

Nachdem ich mich mit einer Lieferung am nächsten Werktag angefreundet habe, erhielt ich dann doch noch eine SMS das mein Paket in einer Packstation in der Nähe sein neues Zuhause gefunden hatte. Man brauchte zwar 20 Minuten dort hin, aber das kleine Päckchen hatte in Zuhause 🙂

Also DHL Express – ich weiß zwar nicht für was ihr da seit – aber für eine zeitgemäße und Serviceorientierte Lieferung sicherlich nicht!

Nachgedacht, aber wohl nur ich

Momentan zeichnet sich eine sehr schwierige Zeit ab, denn “arbeitstechnisch” ist nicht alles so wie es sein sollte.
Nein es liegt nicht daran das die Arbeit keinen Spaß mehr bereitet hier ist das genaue Gegenteil der Fall und es gäbe noch so viele Ideen welche man umsetzen könnte. Es liegt vielmehr an der Situation in welcher wir uns befinden.
“Unsere” Arbeit soll in das sogenannte Nearshore gehen, was ich hier schon einmal kurz angerissen hatte. Die ersten Kollegen haben das Team schon verlassen und es werden weitere folgen. Es ist ja auch nicht anders zu erwarten, denn bis Ende 2015 sollen alle deutschen Kollegen sich was andere suchen und dann werden die NearShore Leute alles übernommen haben. Sozusagen der letzte macht dann das Licht aus.
So der Plan der schon lange krankt – denn Leute gehen und können nicht ersetzt werden weil sich keine Fachkräfte finden lassen.

Das Team welches sich in laufe der letzten 5-6 Jahre gefunden hatte, war einfach “Gold” Wert. Ansonsten hätte man diese Aufgaben auch nicht so lösen können. Vor allem auch mit immer zu wenig Personal und dennoch hervorragender Qualität.

Nun alles hat mal ein Ende wird man sich sagen.
Aber Schade ist es schon, was hier an Wissen und Innovation vernichtet wird. Es ist als wenn man das Tafelsilber ganz einfach in den Brunnen wirft und einen Deckel darüber deckt., wenn man das mal so bildlich veranschaulichen möchte.

Hier fällt mir ein Zitat von Grünfried ein, welches sich allerdings auf die Natur und die Umgebung bezieht. Doch abgewandelt könnte es so lauten.

Erst wenn der letzte Kollege gegangen ist.
Wenn der letzte Funken an Wissen nicht mehr vorhanden ist.
Alle Ablaufprozesse nicht mehr funktionieren und die Daten nur noch Schrott sind.
Es nur noch kurzfristige behebung von Problemen ohne langfristige Lösungen gibt.

Erst dann werden sie erkennen das Ihre Entscheidung dumm und töricht gewesen ist.

Bahn – Streik – Fortbildung – Chaos

Ich würde sagen die Überschrift drückt das aus was mir die letzten Tage schon zu schaffen machte. Jetzt hatte ich nach schwierigen Verhandlungen mit meinem Arbeitgeber endlich eine Schulung bekommen, da meint die #GDL hier einen Streik durchführen zu müssen.

Man war ich hier sauer, denn die Bahnfahrt hatte ich ja schon gebucht bevor auf die Idee gekommen wurde den Zugverkehr in Deutschland lahm zu legen. Also was sollte man dann machen um nach Berlin zu kommen?
Mietwagen ist dann die andere alternative gewesen. Einfach mal 400 km mit dem Miet PKW fahren und sich den Stress auf den deutschen Autobahnen antun. Aber es hilft ja nichts.

Über unsere Agentur das Auto buchen lassen und eine Abholung auf Sonntag ausgemacht. Laut der Agentur alles kein Problem! Aber ich kannte ja unsere Firma, deshalb habe ich erst einmal die Station angerufen und gefragt wie lange sie denn am Sonntag geöffnet hätten.

Die Auskunft war ziemlich ernüchternd. Sonntag? Ne Sonntag haben wir überhaupt nicht offen. Blöde! Ganz Blöde!
Also noch mal mit dem Autovermieter gequatscht, das man das Auto ja dann auch schon am Samstag abholen könnte und die Mietzeit wird auf einen späteren Zeitpunkt gelegt. Dies sollte alles ohne Probleme von statten gehen.
Die alternative Transportmöglichkeit war nun gesichert. Allerdings die für mich unbeliebtere Version der Anreise.

Aus Zufall bin ich dann über die Fernreisebus Alternativen gestolpert. Kurze Rückfrage bei der internen Reiseagentur und Chef. “Ja alles kein Problem, kann man buchen und abrechnen”. Somit Mietauto storniert – ging oh Wunder ohne Probleme und Bus Ticket gebucht.
Für 18 Euro! Unglaublich günstig. Ich hoffe mal nicht das ich dann in einem klapprigen Bus sitzen werde.

Am Freitag nun die nächste Information. Der Streik wird früher beendet. Jetzt schaue ich wieder ob nun nicht doch “mein” Zug fährt. Denn dies wäre die einfachere Lösung und Alternative. Denn die Abreise liegt nicht im frühen morgen sondern könnte dann Mittags statt finden.

So harren wir nun mal der Dinge und lassen und mal überraschen ob die Bahn bis Sonntag einen Fahrplan aufstellt auf den man sich verlassen kann.

Fazit des ganzen:
Die #GDL macht einen unnötigen Streik (sofern so etwas gerechtfertigt ist bin ich der letzte welcher dies verurteilt) – einfach nur um die Leute zu ärgern – anstatt das sich die Gewerkschaft mit der zweiten Gewerkschaft an einen Tisch setzt und sich gemeinsam für die Arbeitnehmer einsetzt.

Unverständlich für mich so eine Vorgehensweise,
nicht nur weil ich jetzt mal auf die Bahn angewiesen bin!