SEV & DB – Die Rückfahrt 2v2

Der Rückweg mit dem SEV. Wie sollte es denn anders sein, so einfach ist das überhaupt nicht gewesen.
Da hatte ich nun schon pünktlich Feierabend gemacht und war mit genügend Umsteigezeit am Bahnhof angekommen. Also raus aus der U-Bahn und flugs hinüber zu den Bahnsteigen. Allerdings habe ich schon gestutzt als ich die Treppen zum Bahnsteig hoch gelaufen bin, das dort oben noch so viele Leute herum stehen und nicht schon im Zug sitzen. Also mal schnell in die Bahn App auf dem Handy geschaut um zu sehen ob mein Zug auch pünktlich ist, denn durch den SEV hat man nur minimal bemessene Umsteigezeiten von ca. 5 min.

Diese Umsteigezeiten sind Für ältere Menschen ja überhaupt nicht geeignet das nennt man Service der DB
~ nur mal so am Rande angemerkt

Die Auskunft der mobilen App gab an das nun 20 Minuten vor Abfahrt alles OK wäre und der Zug pünktlich ist. Nur derjenige welche vor einer Stunde gefahren ist, hatte 29 min Verspätung. Also dann erst einmal warten, denn gleich müsste er ja bereit stehen. Nachdem man ja am Bahnsteig nicht viel zu tun hat und sich bisher auch nichts getan hat, schaute ich nach ca. 2 min wieder ins Handy. Siehe da der Zug hat nun 1 min Verspätung, aber alles noch im grünen Bereich und diese Zeit kann ja auch wieder aufgeholt werden. Weitere 2 min später, ein erneuter Blick auf die Live Anzeige der Bahnverbindungen sprich Bahn App.

Wow 12 Minuten vor der Abfahrt wird dann hier gemeldet, das der Zug nun doch 19(!) min verspätet ist. Fast zeitgleich, jetzt auch die Ansage, das der Zug nun 15 min später ab fährt. Bei 5 Minuten Umsteigezeit mit dem SEV geht da gar nichts mehr. Ich muss hierzu noch sagen, dass die Busse in einem 1h Takt verkehren und somit wohl auch nicht warten können.

Also warten wir und sind halt mal wieder viel länger als geplant unterwegs. Zwischenzeitlich spielt die Anzeige am Bahnsteig noch Bingo und es wird ständig etwas anderes angezeigt. Aber ich warte halt weiter, was soll denn sonst machen, wenn man von der DB abhänig ist. So ca. 19 Minuten nach der regulären Abfahrtszeit rollt nun doch ein Zug ein mit Lokomotive und ziemlich alten Wagons.
Ich überlege noch kurz und stelle mir selbst die Frage, wie will die DB den Zug in meinem Zielbahnhof teilen will, damit der andere Zug teil weiter fahren kann. Nun die DB wird schon wissen was Sie tut und ich steige ein, denn durch die Kälte freut man sich ins warme zu kommen.

Wie ich dann so im Zug sitze und auf die Abfahrt warte, bemerke ich 4 Gleise weiter einen Doppelzug, also zwei Triebwagen mit den Aufschriften welche eigentlich der Zug haben sollte in dem ich sitze.
Da hat doch die Bahn den Zug auf ein anderes Gleis umgeleitet, aber ohne den Reisenden das auch mitzuteilen! Wäre ja wohl zu einfach gewesen. Noch bevor ich darüber nachdenken kann, ob ich den Zug wechseln soll, fährt der andere auch schon los. Also bleibe ich nun dort wo ich bin. Dies ist der Zug welcher regulär 30 Minuten später fahren würde. Das erreichen des SEV kann ich mir ja eh schenken und muss min 20 Minuten länger im Zielbahnhof auf den nächsten Bus warten.

So fahre ich nun mit diesem Zug in Richtung Endbahnhof, natürlich langsam denn der Streckenabschnitt vor uns ist ja belegt. Angekommen am Umsteigebahnhof (sogar fast pünktlich) , trabe ich dann erst mal wieder in Richtung der Bushaltestelle an welcher ich im Morgengrauen ausgestiegen bin. Auf dem Weg dort hin bemerke ich dann so in 2,5 m Höhe kleine DIA A 4 Blätter auf denen der Hinweis steht das der SEV natürlich am Bahnhofsplatz ab fährt(!)
Also gemütlich kehrt machen, denn Zeit sollte ich ja nun haben. Kaum im Bahnhofs Gebäude angekommen, kommt schon eine Durchsage, dass doch noch ein Express Bus bereit steht.

WOW – Das ist man von der Bahn ja gar nicht gewöhnt, dass Sie so spontan reagieren. Also rein in den Bus und schon ging es auch weiter mit der Heimreise. Dies war dann der erste Lichtblick auf der Reise.

Aber schauen wir mal was passiert wenn die Autobahn, welche die einzige Verbindung auf diesem Arbeitsweg ist auch noch halb seitig gesperrt wird. Natürlich ist dies auch eine Ursache der Bahn Bauarbeiten.
Aber ich denke ich werde hierzu noch den ein oder anderen
Eintrag schreiben.

SEV & DB – Die Hinfahrt 1v2

Ich hab ihn ausprobiert, den SEV* (Schienenersatzverkehr) und was soll ich sagen, dieser ist voll und ganz auf Bahn Niveau.
Schlecht, ungemütlich, vollkommen ausgelastet und relativ unflexibel. Das soll man nun min weitere 30 Wochen so laufen? Ich glaube da kann man mich dann irgendwann einweisen.

*SEV (Schienenersatzverkehr)
Um mal zu erklären warum hier so etwas und vor allem so lange durchgeführt wird. Es ist so das hier die Bahn eine neue ICE Strecke baut und aufgrund der angeblichen Schwierigkeiten beim Bau die Strecke für min 34 Wochen gesperrt werden muss. Nun ja man hätte auch eine andere Trassenführung verwenden können.

Aber ich fange mal an von vorne zu erzählen.
Als erstes musste ich mich durch die längere Fahrtzeit, welche der SEV benötigt ca. 20 min früher aus den Federn quälen. Nun das ist halt jetzt mal so, ist zwar ziemlich blöde, aber muss man wohl oder übel mal hin nehmen.
Morgens zum starten am Bahnhof angekommen, standen auch schon mal zwei Busse ohne irgendwelche Hinweise, einfach so herum. Daneben zwei Bahnmitarbeiter (Ich denke mal das waren welche, denn Sie hatten so Warnwesten mit DB Aufschrift an). Die zwei unterhielten sich miteinander, zogen so gelangweilt an Ihren Zigaretten und kümmerten sich nur um sich.

Komisch im Provinzblatt stand doch etwas von Beschilderung und Leuten die dich einweisen.

Was soll es, dann frage ich halt mal, ob der erste Bus auch der direkte zum Zielbahnhof ist. So ohne Zwischenstopp und Bummelzug Charakter. Die beiden nickten und rauchten ohne sich weiter um mich zu kümmern weiter. Also erst mal rein in den Bus und einen Platz suchen.
Der Busfahrer, ein älterer Herr mit Hut, murmelte mir noch etwas zu, was ich aber in meinem Halbschlaf nicht verstanden habe. Sitzplätze waren ja bis jetzt noch reichlich verfügbar und eine Sauna bekam man auch noch gratis dazu. Denn die Innentemperatur lag wohl bei so gefühlten 28 Grad, was bei den winterlichen Temperaturen draußen und meiner Kleidung mit Schal etc. mir eindeutig zu warm ist.

Nun gut! Erstmal Platz genommen. Ungefähr fünf Minuten vor der regulären Abfahrt wurde der Bus dann doch noch von reichlich Passagieren geentert, sodass man nun von einer fast 100%igen Sitzplatz Ausnutzung sprechen konnte. Jetzt meldete sich auch der Busfahrer zu Wort und plärte durch Mikrofon:

Wiefil Blädz sen denn nuch frei?

Eine Antwort gab es aber keine – was aber nicht am Dialekt sondern eher an der frühen Stunde lag. Dies störte ihn aber auch nicht weiter und der Bus setzte sich auch umgehend in Bewegung. Ein Blick auf meine Uhr verriet mir, das es ja eigentlich noch keine Abfahrtszeit sondern noch 3 Minuten vor gewesen ist. Aber vielleicht hatte er sich ja auch an der Uhr im Bus orientiert, denn diese ging 4 Minuten vor. 🙂

Nachdem man das Stadtgebiet verlassen hatte (was bei der Kleinstadt nicht allzu lange dauert), ging es flott auf die gering befahrene Autobahn Richtung Zielflughafen Zielbahnhof. Hier gab es keine besonderen Vorkommnisse, außer das der Bus nur gefühlt 80-90 km/h gefahren ist.  Auch hier Stand mal was in der Zeitung von Express und 100 km/h.

Vielleicht sollte ich auch noch erwähnen, das aus den anfänglichen 28 Grad im Laufe der Fahrt so ca. 20-22 Grad geworden sind. Hier wurde sich wohl an die DB angepasst. Denn so richtig haben die das in den Zügen ja auch nicht drauf, so mit heizen und kühlen.

Interessant wurde es als wir die Stadtgrenze der Zielstadt erreicht hatten. Denn hier wurde der Verkehr 6:20 schon dichter und die Ampeldichte ist hier auch weitaus höher. Also schlängelten wir uns langsam durch den Berufsverkehr und kamen hinter dem Bahnhof mit 1 Minute Verspätung an. Gemessen nach der richtigen Zeit nicht der im Bus 😉 Somit hatten wir ja ungefähr 4 Minuten Verspätung. Laut Planung der Bahn wird hier von 5 Minuten Umstiegszeit ausgegangen.

Kurz bevor wir den Bus dann verlassen durften konnten, gab es noch eine Ansprache vom Busfahrer.
Mit den Worten „ez hom mes a wide schafd“ entließ er uns und öffnete kurz darauf die Türen.
Jetzt ging es los mit der Drängelei! Fast so als ob eine Notevakuierung ansteht. Hier wäre ich dann auch noch fast jemanden auf den Fuß gestiegen, weil die hinteren Sitze ja als erstes aussteigen möchten und nicht auf die achten welche näher an der Tür sitzen. Aber es ging noch mal gut und wir konnten alle ohne Schrammen aussteigen. Der Zug selbst wurde auch noch erreicht, denn dieser ist auch etwas später ab gefahren.

Nun der erste Teil des SEV hat noch funktioniert.
Aber es gibt ja auch noch einen Rückweg im zweiten Teil.

*Hüstel Staub*

Oh hier ging ja überhaupt nichts mehr vorran und das seit einigen Monaten.
Das ist aber ganz und gar nicht nett und das obwohl ich schon so einiges im Kopf habe was ich schreiben möchte.

Aus diesem Grund werde ich mir jetzt als Ziel setzen min. 1 Beitrag pro Woche zu veröffentlichen, sei es ein längerer oder auch nur eine kurze Randnotiz, aber es dürfen auch mehr sein.

Mal schauen in wieweit ich dieses mir selbst gesteckte Ziel erreiche. 🙂
In diesem Sinne Blog Blog Blog Hurra 😉