Bahn – Streik – Fortbildung – Chaos

Ich würde sagen die Überschrift drückt das aus was mir die letzten Tage schon zu schaffen machte. Jetzt hatte ich nach schwierigen Verhandlungen mit meinem Arbeitgeber endlich eine Schulung bekommen, da meint die #GDL hier einen Streik durchführen zu müssen.

Man war ich hier sauer, denn die Bahnfahrt hatte ich ja schon gebucht bevor auf die Idee gekommen wurde den Zugverkehr in Deutschland lahm zu legen. Also was sollte man dann machen um nach Berlin zu kommen?
Mietwagen ist dann die andere alternative gewesen. Einfach mal 400 km mit dem Miet PKW fahren und sich den Stress auf den deutschen Autobahnen antun. Aber es hilft ja nichts.

Über unsere Agentur das Auto buchen lassen und eine Abholung auf Sonntag ausgemacht. Laut der Agentur alles kein Problem! Aber ich kannte ja unsere Firma, deshalb habe ich erst einmal die Station angerufen und gefragt wie lange sie denn am Sonntag geöffnet hätten.

Die Auskunft war ziemlich ernüchternd. Sonntag? Ne Sonntag haben wir überhaupt nicht offen. Blöde! Ganz Blöde!
Also noch mal mit dem Autovermieter gequatscht, das man das Auto ja dann auch schon am Samstag abholen könnte und die Mietzeit wird auf einen späteren Zeitpunkt gelegt. Dies sollte alles ohne Probleme von statten gehen.
Die alternative Transportmöglichkeit war nun gesichert. Allerdings die für mich unbeliebtere Version der Anreise.

Aus Zufall bin ich dann über die Fernreisebus Alternativen gestolpert. Kurze Rückfrage bei der internen Reiseagentur und Chef. “Ja alles kein Problem, kann man buchen und abrechnen”. Somit Mietauto storniert – ging oh Wunder ohne Probleme und Bus Ticket gebucht.
Für 18 Euro! Unglaublich günstig. Ich hoffe mal nicht das ich dann in einem klapprigen Bus sitzen werde.

Am Freitag nun die nächste Information. Der Streik wird früher beendet. Jetzt schaue ich wieder ob nun nicht doch “mein” Zug fährt. Denn dies wäre die einfachere Lösung und Alternative. Denn die Abreise liegt nicht im frühen morgen sondern könnte dann Mittags statt finden.

So harren wir nun mal der Dinge und lassen und mal überraschen ob die Bahn bis Sonntag einen Fahrplan aufstellt auf den man sich verlassen kann.

Fazit des ganzen:
Die #GDL macht einen unnötigen Streik (sofern so etwas gerechtfertigt ist bin ich der letzte welcher dies verurteilt) – einfach nur um die Leute zu ärgern – anstatt das sich die Gewerkschaft mit der zweiten Gewerkschaft an einen Tisch setzt und sich gemeinsam für die Arbeitnehmer einsetzt.

Unverständlich für mich so eine Vorgehensweise,
nicht nur weil ich jetzt mal auf die Bahn angewiesen bin!

schreiben mit Stil?

Dies ist schon mal eine komische Frage für einen Blog Eintrag oder?

Aber dieser Gedanke kam mir während einer längeren Bahnfahrt schon mal, dazu noch die Frage: “Wer liest denn überhaupt diesen Blog”
Klar der Google Bot oder auch der von Microsoft kommt schon mal vorbei um Ihre Datenbank zu aktualisieren. Auch hab ich ab und an wieder mal Besuch von Spam Schreibern oder auch Leute von Twitter die sich hier auf den Seiten verlieren.

Aber ist das im allgemeinen Wichtig? Jein sag ich mal.
Das soll jetzt aber nicht heißen, das hier niemand lesen soll, sondern das es nicht wichtig ist ob hundert Leute meine Texte lesen oder nur eine Hand voll.

Denn ich weiß selbst, das meine Formulierungen nicht immer die Besten sind, oder das auch der ein oder andere Schreibfehler noch in den Texten vorhanden ist. Ich versuche ganz einfach nur meine Gedanken oder mein erlebtes, aus meiner ganz persönlichen Sicht in Worte zu fassen bzw. meine Worte nach meinen Gedanken forme.
Ach ja und die sind schon manchmal ziemlich wirr und auch abhängig nach dem erlebten und meiner ganz persönlichen Meinung dazu.

Somit schreib ich einfach nur so wie ich es für richtig halte und freue mich natürlich über jeden der hier liest oder auch mal wenn es angebracht für ihn ist einen Kommentar hinterlässt.

Chefs und Ihre ganz eigenen Vorstellungen

Das ist ein schwieriges Thema, was man bei einigen nicht so richtig ergründen kann. Zur Zeit bestimmt es wohl wie nie zuvor mein denken und mein handeln.

Nachdem man uns im letzten November verkündet hatte, das unsere Jobs, oder sagen wir eher unsere Tätigkeit, nicht mehr hier in Deutschland verrichtet werden soll, sondern im Ausland (man nennt das natürlich nicht Ausland sondern Nearshore) kreisen des öfteren meine Gedanken darum.
Bei dieser Veranstaltung wurde das auch so mit Jubel präsentiert, als wenn es nur zu unseren und dem wohl der großen Firma wäre. Manchmal frage ich mich schon, was wohl in den Köpfen von Managern vor sich geht. Hier werden Menschen, ob Familienvater als auch ledige Angestellte ganz einfach der  Stuhl vor die Tür gestellt und man soll am besten auch noch in großem Jubel ausbrechen? (Jedenfalls ist das wohl deren Gedanke)

Natürlich kann man dies auch mit der Brille des Managements sehen. Das sich hier eine neue Chance bietet und man sich weiter entwickeln kann, nein muss. Dies ist nur zum Vorteil für die Angestellten und überhaupt, so schlimm ist das ja nicht, denn sie werden sich um dich kümmern und auf höherwertige Jobs qualifizieren.
(Ok das dann irgendwann die Gelder dafür gestrichen werden, wird dir aber erst später erzählt, denn man muss ja sparen)
Aber ich glaube nicht das meine Kollegen (mit Familie), im Alter so um die 50 oder schon darüber hinaus dies auch so positiv sehen werden.

Auch für die jüngeren, kann man dies nicht als positiv ansehen, denn hier wird eine Innovation vernichtet, welche in diesem Bereich seinesgleichen sucht. Ein Tiefschlag für alle welche  10 -12 Jahre Entwicklung hinter sich haben und etwas mit Herzblut voran getrieben haben, auch außerhalb der regulären Arbeitszeit. Etwas wofür man seine ganze Energie gab, einzigartige Ideen entwickelt und zur Marktreife gebracht hat.

Dies alles wird hier auch einer Art Laune heraus gestrichen, mit der Meinung das dies unsere Nearshore Kollegen ohne Probleme so weiterführen und vielleicht noch besser, aber auf jeden Fall billiger übernehmen und vorantreiben können. Wie hier die Realität aussieht und das dies so nicht funktionieren kann, denn das haben wir im laufenden Betrieb schon mitbekommen. Dies will keiner von den Entscheidern wissen, oder vielleicht wissen sie es auch wirklich nicht?

Aber nein so dumm kann man als studierter Buchhalter (Manager) ja auch nicht sein oder? Ich selbst, würde soetwas damit vergleichen, das man eine Firma aufbaut, bis man einer der technologischen Marktführer geworden ist und dies dann alles wieder “einstampft”.

Klingt komisch – ist aber so!

Aber wie dem auch sei, eine Kostenreduzierung wird hier auf jeden Fall erreicht. Allerspätestens dann wenn keine Firma diese Leistungen mehr nutzen möchte und zum Webbewerber abwandert. Dann benötigt man ja auch keine Angestellten mehr welche die Leistung erbringen und umsetzen.

Somit Ziel erreicht!

Reisen mit Bahn und das falsche Gleis

In letzter Zeit bin ich des öfteren mit der deutschen Bahn unterwegs gewesen, natürlich auch mit den ein oder anderen Besonderheiten und Erlebnissen, jedoch, was das letzte mal passiert ist, da kann man nur mit dem Kopf schütteln. Aber von Anfang an.

Mit dem Regionalzug bin ich zum nächsten Bahnhof gefahren in welchem der ICE für meine Strecke hält. Soweit lief das alles ganz normal ab. Dort angekommen hatte ich noch ca. 50 min Zeit bis dann der ICE fahren würde. Also erst mal die Zeit etwas im Bahnhof und den Geschäften vertrieben bis ich dann auf den Bahnsteig getigert bin. Dort stand an der Anzeigetafel das mein Zug ca. 50 min Verspätung hätte. Aber halt, mein Zug? Nein es ist nur ein Zugteil gewesen. Zum Verständnis: Es werden immer zwei ICE Züge gekoppelt bis sie ab einem Bahnhof  getrennt werden und in verschiedene Richtungen fahren. Nur in meine Richtung gab es nichts. Klingt komisch – ist aber so.

Also wieder zurück in das Bahnhofsgebäude und sich mal befragen. Dort wurde ich dann an das “Reisezentrum” verwiesen, welches mir genaue Auskunft bzw. eine Umbuchung machen könnte.
Dies war ein wirklich großer Raum welcher auch schon gut mit Leuten gefüllt gewesen ist. Zuerst hab ich mich nicht so gewundert, sondern erst als ich eine Nummer ziehen musste.
Meine Nummer die 1605 – aber die aktuelle welche man auf einer elektronischen Tafel ersehen konnte war die 1583. Args das konnte dauern.

Aber ich hatte ja noch Zeit. Als ich dann endlich an der Reihe war wollte ich meinen Sitzplatzreservierung erst auf diesen Zugteil (der mit den 50 min Verspätung) umbuchen. Dies ging allerdings nicht mehr, also hat man mich auf einen Zug gebucht welcher ca. 10 Minuten später hier einfahren würde als der Verspätete und somit auch in ähnlicher Ankunftszeit – auch hier musste ich dann umsteigen aber auch dort konnte ich eine Sitzplatzreservierung vornehmen lassen. Nur als Hinweis bezüglich der Reservierung – dies sollte man sich nach Möglichkeit schon leisten – denn wie voll manchmal die Züge sind hab ich auch schon erlebt und auch Leute gesehen welche dann 3 Stunden stehen mussten – ist auch nicht wirklich angenehm.

Mit meinem neuen Ticket bin ich dann wieder zurück auf den Bahnsteig getigert und hab auf meinen Zug gewartet – der dann natürlich auch auf einem anderen Gleis als üblich eingefahren kam. Aber das war dann ja nur noch ein kleineres Problem.

Die nächsten Stationen ging auch alles glatt, bis wir auf die Strecke von Würzburg nach Fulda kamen. Der Zug selbst fuhr mit geschätzten 160 km/h gemächlich durch die Gegend bis zu dem Moment in welchem er einen Ruck nach rechts machte und augenblicklich stehen bliebt, sodass sogar die Tür des Abteils aufsprang.

Danach erst mal Stille und Verwunderung bei alle Reisenden.  Bis es dann im Lautsprecher piepte. (Hierzu muss man sagen wenn keine Durchsage vorgenommen wird sondern der Lautsprecher nur piep töne von sich gibt – dann gibt es ein größeres Problem).
Dem war dann auch so – denn nach kurzer Zeit kam dann diese Ansage (im ähnlichen Wortlaut)

Es tut uns leid aber wir haben wegen einer technischen Störung leider das falsche Gleis erwischt. Wir werden jetzt zurücksetzen bis wir wieder auf die Hauptstrecke gelangen und dann die Fahrt fortsetzen.

Die Verwunderung der Passagiere konnte man sich vorstellen – wie kann es sein, dass ein ICE die falsche Strecke nimmt. Wenn man sich überlegt was da alles passieren könnte.

Nachdem der Zug nun zurückgesetzt hatte wurde die Fahrt dann mit ca. 20 min Verspätung wieder aufgenommen. Aber ich denke es ging nicht nur mir so,  dass man ein ziemlich mulmiges Gefühl dabei hatte.