SEV oder kein Komfort für Bahnkunden

Nachdem seit Januar diesen Jahres ein SEV eingerichtet wurde bin ich gezwungen diesen ab und an zu nutzen.
Normalerweise nutze ich die Bahnverbindung, solange es auch keine Vollsperrung gab ging das auch ohne größere Probleme. Natürlich wie sollte es bei der Bahn auch anders sein gab vorher ja auch immer wieder Verspätungen und Zugausfälle. Aber mit dem 1/2h Takt war dies alles kein großes Problem – einfach den nächsten Zug nehmen und gut.

SEV oder kein Komfort für Bahnkunden weiterlesen

Reisen mit dem Bus

Nachdem die Deutsche Bahn durch die Gewerkschaft GDL im Bahnverkehr doch ziemlich lahm gelegt wurde und ich einen Termin in Berlin hatte, musst ich mir eine alternative Reisemöglichkeit suchen.

Am Anfang war ich ja noch guter Hoffnung das der Streik beendet und somit der Bahnbetrieb wieder rechtzeitig aufgenommen werden kann. Aber diese Hoffnung ist dann doch der Ernüchterung gewichen, nachdem nach 12h immer noch so gut wie alles ausgefallen ist..
Zum Glück hatte ich mich schon vorher nach einer anderen Reisemöglichkeit umgesehen und auch die andere alternative Mietfahrzeug in Betracht gezogen.
Was mir bei dieser Lösung allerdings nicht zugesagt hatte, war die Tatsache, das es doch recht umständlich gewesen wäre das Auto erst einmal von der 25 km entfernten Station abzuholen und dann auch innerhalb von Berlin an einer doch nicht in Hotelnähe gelegenen abzugeben. Ganz zu schweigen, das man hier auch noch die Strecke selbst hätte fahren müssen.

Als einzige alternative kam dann nur noch die Möglichkeit in Betracht, mit dem Fernreisebus die Strecke zurückzulegen. Das einzige Manko hierbei ist nur gewesen, das die nächste Haltestelle ca. 45 bis 50 km entfernt gelegen hat. Aber ich hatte ja meinen Engel der mich dort hin gebracht hat :-)

Dies war sozusagen der einzige Nachteil welchen ich hier aufführen kann. Denn die Reise an sich war sehr angenehm, nachdem der Bus nur mit ca. 20 Personen besetzt gewesen ist, ist doch Platzangebot doch sehr großzügig dimensioniert gewesen.
Die Reise selbst dauerte dann auch nur 4h, nonstop und ohne zwischen halt mit Toilette und Kaffee an Bord. Die angepriesene Möglichkeit des kostenlosen Internets ist hier allerdings nicht vorhanden gewesen, was der Tatsache geschuldet ist, das hier ein Zusatzbus eingesetzt wurde.

Wenn ich Sterne vergeben könnte würde ich dies mit 3 von 5 Sternen bewerten. Hier hat die Bahn sofern sie fährt, im Rahmen des Komfort noch die Nase vorne. Auf den Preis bezogen ist der Bus allerdings unschlagbar günstig.

Bahn – Streik – Fortbildung – Chaos

Ich würde sagen die Überschrift drückt das aus was mir die letzten Tage schon zu schaffen machte. Jetzt hatte ich nach schwierigen Verhandlungen mit meinem Arbeitgeber endlich eine Schulung bekommen, da meint die #GDL hier einen Streik durchführen zu müssen.

Man war ich hier sauer, denn die Bahnfahrt hatte ich ja schon gebucht bevor auf die Idee gekommen wurde den Zugverkehr in Deutschland lahm zu legen. Also was sollte man dann machen um nach Berlin zu kommen?
Mietwagen ist dann die andere alternative gewesen. Einfach mal 400 km mit dem Miet PKW fahren und sich den Stress auf den deutschen Autobahnen antun. Aber es hilft ja nichts.

Über unsere Agentur das Auto buchen lassen und eine Abholung auf Sonntag ausgemacht. Laut der Agentur alles kein Problem! Aber ich kannte ja unsere Firma, deshalb habe ich erst einmal die Station angerufen und gefragt wie lange sie denn am Sonntag geöffnet hätten.

Die Auskunft war ziemlich ernüchternd. Sonntag? Ne Sonntag haben wir überhaupt nicht offen. Blöde! Ganz Blöde!
Also noch mal mit dem Autovermieter gequatscht, das man das Auto ja dann auch schon am Samstag abholen könnte und die Mietzeit wird auf einen späteren Zeitpunkt gelegt. Dies sollte alles ohne Probleme von statten gehen.
Die alternative Transportmöglichkeit war nun gesichert. Allerdings die für mich unbeliebtere Version der Anreise.

Aus Zufall bin ich dann über die Fernreisebus Alternativen gestolpert. Kurze Rückfrage bei der internen Reiseagentur und Chef. “Ja alles kein Problem, kann man buchen und abrechnen”. Somit Mietauto storniert – ging oh Wunder ohne Probleme und Bus Ticket gebucht.
Für 18 Euro! Unglaublich günstig. Ich hoffe mal nicht das ich dann in einem klapprigen Bus sitzen werde.

Am Freitag nun die nächste Information. Der Streik wird früher beendet. Jetzt schaue ich wieder ob nun nicht doch „mein“ Zug fährt. Denn dies wäre die einfachere Lösung und Alternative. Denn die Abreise liegt nicht im frühen morgen sondern könnte dann Mittags statt finden.

So harren wir nun mal der Dinge und lassen und mal überraschen ob die Bahn bis Sonntag einen Fahrplan aufstellt auf den man sich verlassen kann.

Fazit des ganzen:
Die #GDL macht einen unnötigen Streik (sofern so etwas gerechtfertigt ist bin ich der letzte welcher dies verurteilt) – einfach nur um die Leute zu ärgern – anstatt das sich die Gewerkschaft mit der zweiten Gewerkschaft an einen Tisch setzt und sich gemeinsam für die Arbeitnehmer einsetzt.

Unverständlich für mich so eine Vorgehensweise,
nicht nur weil ich jetzt mal auf die Bahn angewiesen bin!

Reisen mit Bahn und das falsche Gleis

In letzter Zeit bin ich des öfteren mit der deutschen Bahn unterwegs gewesen, natürlich auch mit den ein oder anderen Besonderheiten und Erlebnissen, jedoch, was das letzte mal passiert ist, da kann man nur mit dem Kopf schütteln. Aber von Anfang an.

Mit dem Regionalzug bin ich zum nächsten Bahnhof gefahren in welchem der ICE für meine Strecke hält. Soweit lief das alles ganz normal ab. Dort angekommen hatte ich noch ca. 50 min Zeit bis dann der ICE fahren würde. Also erst mal die Zeit etwas im Bahnhof und den Geschäften vertrieben bis ich dann auf den Bahnsteig getigert bin. Dort stand an der Anzeigetafel das mein Zug ca. 50 min Verspätung hätte. Aber halt, mein Zug? Nein es ist nur ein Zugteil gewesen. Zum Verständnis: Es werden immer zwei ICE Züge gekoppelt bis sie ab einem Bahnhof  getrennt werden und in verschiedene Richtungen fahren. Nur in meine Richtung gab es nichts. Klingt komisch – ist aber so.

Also wieder zurück in das Bahnhofsgebäude und sich mal befragen. Dort wurde ich dann an das “Reisezentrum” verwiesen, welches mir genaue Auskunft bzw. eine Umbuchung machen könnte.
Dies war ein wirklich großer Raum welcher auch schon gut mit Leuten gefüllt gewesen ist. Zuerst hab ich mich nicht so gewundert, sondern erst als ich eine Nummer ziehen musste.
Meine Nummer die 1605 – aber die aktuelle welche man auf einer elektronischen Tafel ersehen konnte war die 1583. Args das konnte dauern.

Aber ich hatte ja noch Zeit. Als ich dann endlich an der Reihe war wollte ich meinen Sitzplatzreservierung erst auf diesen Zugteil (der mit den 50 min Verspätung) umbuchen. Dies ging allerdings nicht mehr, also hat man mich auf einen Zug gebucht welcher ca. 10 Minuten später hier einfahren würde als der Verspätete und somit auch in ähnlicher Ankunftszeit – auch hier musste ich dann umsteigen aber auch dort konnte ich eine Sitzplatzreservierung vornehmen lassen. Nur als Hinweis bezüglich der Reservierung – dies sollte man sich nach Möglichkeit schon leisten – denn wie voll manchmal die Züge sind hab ich auch schon erlebt und auch Leute gesehen welche dann 3 Stunden stehen mussten – ist auch nicht wirklich angenehm.

Mit meinem neuen Ticket bin ich dann wieder zurück auf den Bahnsteig getigert und hab auf meinen Zug gewartet – der dann natürlich auch auf einem anderen Gleis als üblich eingefahren kam. Aber das war dann ja nur noch ein kleineres Problem.

Die nächsten Stationen ging auch alles glatt, bis wir auf die Strecke von Würzburg nach Fulda kamen. Der Zug selbst fuhr mit geschätzten 160 km/h gemächlich durch die Gegend bis zu dem Moment in welchem er einen Ruck nach rechts machte und augenblicklich stehen bliebt, sodass sogar die Tür des Abteils aufsprang.

Danach erst mal Stille und Verwunderung bei alle Reisenden.  Bis es dann im Lautsprecher piepte. (Hierzu muss man sagen wenn keine Durchsage vorgenommen wird sondern der Lautsprecher nur piep töne von sich gibt – dann gibt es ein größeres Problem).
Dem war dann auch so – denn nach kurzer Zeit kam dann diese Ansage (im ähnlichen Wortlaut)

Es tut uns leid aber wir haben wegen einer technischen Störung leider das falsche Gleis erwischt. Wir werden jetzt zurücksetzen bis wir wieder auf die Hauptstrecke gelangen und dann die Fahrt fortsetzen.

Die Verwunderung der Passagiere konnte man sich vorstellen – wie kann es sein, dass ein ICE die falsche Strecke nimmt. Wenn man sich überlegt was da alles passieren könnte.

Nachdem der Zug nun zurückgesetzt hatte wurde die Fahrt dann mit ca. 20 min Verspätung wieder aufgenommen. Aber ich denke es ging nicht nur mir so,  dass man ein ziemlich mulmiges Gefühl dabei hatte.