Bloggen: Was soll ich denn damit?

So wäre wohl meine Aussage,
welche ich noch vor ein paar Jahren getroffen hätte! 

Natürlich hat mich das Internet im allgemeinen, sowie auch die Technik dahinter immer stark begeistert. Angefangen hab ich ja mal mit einem C-64 Computer, aber zu dieser Zeit ist das Thema Internet noch in ferner Zukunft gewesen. Was mich heutzutage daran fasziniert ist die Tatsache, das man auf eine schnelle Art und Weise Informationen sich aneignen kann, oder bestehende Fragen lösen. Ebenso wie die Möglichkeit mit diversen fertigen Oberflächen oder sagen wir Programmen, seine eigenen Gedanken ins Netz zu bringen, ohne das man hier im Quelltext einer Webseite herumbasteln muss.

Ja heutzutage gibt es fertige Lösungen, ganz so wie mit einem Textverarbeitungsprogramm, einfach drauf los zu schreiben und der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen.

Aber zurück zum Thema!
Das ich selbst einmal anfangen würde Beiträge zu schreiben, daran hätte ich nicht mal im Traum gedacht. Ich der nach eigener Auffassung, nicht formulieren kann und sich schon gar nicht traut, dies andere auch noch lesen zu lassen. Doch irgendwann hab ich angefangen meine Gedanken in Worte zu fassen, sozusagen begonnen den Gedankenstrom zu kanalisieren und sich keinen deut darum zu kümmern, ob es überhaupt Sinn ergibt, oder was andere dazu sagen würden.
(Auf der Erde gibt es ja so vieles was nicht wirklich sinnvoll ist :-))

Selbstreflektierend würde ich sagen, es liegt vielleicht am alter, das man sich darum keinen Kopf mehr macht, sondern den Weg, seinen eigenen Weg geht und dies tut was einem selbst richtig erscheint.

Vorher, also vor den „Blogsichtweisen“ hatte ich auch noch andere Blog(s) am laufen, dann aber die Zeilen irgendwann wieder offline genommen. Warum? Ja das ist eine sehr gute Frage, auf welche ich noch keine Antwort gefunden hab.

Vielleicht lag es ja daran, das ich immer den Blog in eine bestimmte richtig führen wollte. Hiermit dann die Auswahl an Themen selbst eingeschränkt hatte und irgendwann nichts mehr hatte worüber es sich lohnte zu schreiben.

Diese „relikte“ an Texten habe ich lokal, also auf meiner Speichermedien immer noch liegen und das ein oder andere mal denke ich schon darüber nach ob ich das ein oder andere, eventuell wieder ins Netz stelle. Also mal sehen was die Zukunft bringt und inwieweit sich diese Idee noch entwickelt und flügel bekommt. :-)

So nun läuft ja erst mal dieser Blog wieder und das seit nun mehr als einem Jahr.

Also in diesem Sinne – Ich blogge wieder – also lauft ihr lesenden Narren!

Nachgedacht, aber wohl nur ich

Momentan zeichnet sich eine sehr schwierige Zeit ab, denn “arbeitstechnisch” ist nicht alles so wie es sein sollte.
Nein es liegt nicht daran das die Arbeit keinen Spaß mehr bereitet hier ist das genaue Gegenteil der Fall und es gäbe noch so viele Ideen welche man umsetzen könnte. Es liegt vielmehr an der Situation in welcher wir uns befinden.
“Unsere” Arbeit soll in das sogenannte Nearshore gehen, was ich hier schon einmal kurz angerissen hatte. Die ersten Kollegen haben das Team schon verlassen und es werden weitere folgen. Es ist ja auch nicht anders zu erwarten, denn bis Ende 2015 sollen alle deutschen Kollegen sich was andere suchen und dann werden die NearShore Leute alles übernommen haben. Sozusagen der letzte macht dann das Licht aus.
So der Plan der schon lange krankt – denn Leute gehen und können nicht ersetzt werden weil sich keine Fachkräfte finden lassen.

Das Team welches sich in laufe der letzten 5-6 Jahre gefunden hatte, war einfach “Gold” Wert. Ansonsten hätte man diese Aufgaben auch nicht so lösen können. Vor allem auch mit immer zu wenig Personal und dennoch hervorragender Qualität.

Nun alles hat mal ein Ende wird man sich sagen.
Aber Schade ist es schon, was hier an Wissen und Innovation vernichtet wird. Es ist als wenn man das Tafelsilber ganz einfach in den Brunnen wirft und einen Deckel darüber deckt., wenn man das mal so bildlich veranschaulichen möchte.

Hier fällt mir ein Zitat von Grünfried ein, welches sich allerdings auf die Natur und die Umgebung bezieht. Doch abgewandelt könnte es so lauten.

Erst wenn der letzte Kollege gegangen ist.
Wenn der letzte Funken an Wissen nicht mehr vorhanden ist.
Alle Ablaufprozesse nicht mehr funktionieren und die Daten nur noch Schrott sind.
Es nur noch kurzfristige behebung von Problemen ohne langfristige Lösungen gibt.

Erst dann werden sie erkennen das Ihre Entscheidung dumm und töricht gewesen ist.

Chefs und Ihre ganz eigenen Vorstellungen

Das ist ein schwieriges Thema, was man bei einigen nicht so richtig ergründen kann. Zur Zeit bestimmt es wohl wie nie zuvor mein denken und mein handeln.

Nachdem man uns im letzten November verkündet hatte, das unsere Jobs, oder sagen wir eher unsere Tätigkeit, nicht mehr hier in Deutschland verrichtet werden soll, sondern im Ausland (man nennt das natürlich nicht Ausland sondern Nearshore) kreisen des öfteren meine Gedanken darum.
Bei dieser Veranstaltung wurde das auch so mit Jubel präsentiert, als wenn es nur zu unseren und dem wohl der großen Firma wäre. Manchmal frage ich mich schon, was wohl in den Köpfen von Managern vor sich geht. Hier werden Menschen, ob Familienvater als auch ledige Angestellte ganz einfach der  Stuhl vor die Tür gestellt und man soll am besten auch noch in großem Jubel ausbrechen? (Jedenfalls ist das wohl deren Gedanke)

Natürlich kann man dies auch mit der Brille des Managements sehen. Das sich hier eine neue Chance bietet und man sich weiter entwickeln kann, nein muss. Dies ist nur zum Vorteil für die Angestellten und überhaupt, so schlimm ist das ja nicht, denn sie werden sich um dich kümmern und auf höherwertige Jobs qualifizieren.
(Ok das dann irgendwann die Gelder dafür gestrichen werden, wird dir aber erst später erzählt, denn man muss ja sparen)
Aber ich glaube nicht das meine Kollegen (mit Familie), im Alter so um die 50 oder schon darüber hinaus dies auch so positiv sehen werden.

Auch für die jüngeren, kann man dies nicht als positiv ansehen, denn hier wird eine Innovation vernichtet, welche in diesem Bereich seinesgleichen sucht. Ein Tiefschlag für alle welche  10 -12 Jahre Entwicklung hinter sich haben und etwas mit Herzblut voran getrieben haben, auch außerhalb der regulären Arbeitszeit. Etwas wofür man seine ganze Energie gab, einzigartige Ideen entwickelt und zur Marktreife gebracht hat.

Dies alles wird hier auch einer Art Laune heraus gestrichen, mit der Meinung das dies unsere Nearshore Kollegen ohne Probleme so weiterführen und vielleicht noch besser, aber auf jeden Fall billiger übernehmen und vorantreiben können. Wie hier die Realität aussieht und das dies so nicht funktionieren kann, denn das haben wir im laufenden Betrieb schon mitbekommen. Dies will keiner von den Entscheidern wissen, oder vielleicht wissen sie es auch wirklich nicht?

Aber nein so dumm kann man als studierter Buchhalter (Manager) ja auch nicht sein oder? Ich selbst, würde soetwas damit vergleichen, das man eine Firma aufbaut, bis man einer der technologischen Marktführer geworden ist und dies dann alles wieder “einstampft”.

Klingt komisch – ist aber so!

Aber wie dem auch sei, eine Kostenreduzierung wird hier auf jeden Fall erreicht. Allerspätestens dann wenn keine Firma diese Leistungen mehr nutzen möchte und zum Webbewerber abwandert. Dann benötigt man ja auch keine Angestellten mehr welche die Leistung erbringen und umsetzen.

Somit Ziel erreicht!